Monitoring und Diagnostik
Führen Sie ein regelmäßiges Monitoring der Herdengesundheit durch.

Überprüfen Sie täglich den Allgemeinzustand der Tiere:
Fallen Tiere auf? Sehen Sie Abgeschlagenheit (Schlappheit), Durchfall, Blässe, struppiges Haarkleid, o.ä.? Ist die Körperkondition der Tiere in Ordnung oder sind einige zu dünn? Bei Auffälligkeiten muss genauer untersucht werden.
Nehmen Sie regelmäßig Kotproben der Herde zur Feststellung der Parasitenbelastung.
Wann dies geschehen sollte, können Sie in den Entscheidungshilfen (auf den Tierart-spezifischen Seiten) nachschauen.
Mit der Kotuntersuchung können Sie erfahren …
‒ ob und welche Parasitenarten auftreten.
‒ wie stark ihre Herde verwurmt ist.
Für die Beantwortung dieser Fragen bieten Labore unterschiedliche Diagnostikverfahren an.
Durch die Überwachung der Ausscheidung der Wurmeier im Kot können Sie Parasitenbehandlungen auf das erforderliche Maß begrenzen und den besten Zeitpunkt festlegen.
Wird eine zu hohe Eiausscheidung im Kot (EPG) in einer Tiergruppe festgestellt, muss durch die Beurteilung der Einzeltiere entschieden werden, welche Tiere entwurmt, bzw. nicht entwurmt werden müssen. Dadurch vermindern Sie das Risiko für die Entstehung von Resistenzen. Das Monitoring hilft Ihnen auch, den Grad der Kontamination der Weide abzuschätzen und Ihr Weidemanagement darauf anzupassen.
Der Infektionsdruck ist zumeist hoch bei Jungtieren und hochleistenden Tieren (z.B. laktierende Milchziegen oder Mehrlingsmuttern bei Ablammung, etc.). Diese müssen also öfter beprobt werden!
Sammelkotproben sollten immer von Tieren einer Altersgruppe genommen werden.
Bei auffälligen Tieren bietet sich auch die Untersuchung von Einzeltierkotproben an, da rund 80 % der Würmer in ca. 20 % der Tiere vorkommen.



