Nachhaltiges Parasitenmanagement bei Rindern
Rinder können eine körpereigene Abwehr gegen Magen-Darm-Würmer ausbilden, wenn sie über eine ausreichend lange Zeit (5-8 Monate) einem gewissen Parasitendruck ausgesetzt sind. Ist dieser Wurmdruck zu hoch, können beim Jungvieh klinische Symptome und Leistungseinbußen auftreten. Ältere Rinder und Kühe erkranken selten, da sie bereits eine ausgebildete Immunität besitzen.
Andere Parasiten, wie Lungenwürmer, Leberegel oder – bei den Kälbern – Kokzidien, können mitunter zu Problemen führen und sind im Management mit zu berücksichtigen.
Milchviehhaltung

Vor allem für die erstsömmrigen (nicht-immunen) Jungrinder sind die überall vorhandenen Magen-Darm-Würmer von Bedeutung. Aufgrund der jahreszeitlichen Entwicklung ist der Magen-Darm-Wurmdruck während der Spätsommer- und Herbstbeweidung höher. Ist die Weideperiode in der ersten Weidesaison kurz, besteht auch in der zweiten Weideperiode ein erhöhtes Risiko. Ältere Rinder und Kühe sind im Regelfall immun gegen Magen-Darm-Würmer; ein hoher Parasitendruck kann jedoch Leistungseinbußen verursachen.
Mit guten Weidemanagement, Monitoring und anderen Maßnahmen können Sie die Behandlungsnotwendigkeit minimeren. Kotproben zwei Monate nach Auftrieb können helfen, die Parasitenbelastung einzuschätzen und Handlungsbedarf zu erkennen. Am Ende jeder Saison sollten Untersuchungsergebnisse zur rückwirkenden Bewertung und Optimierung des Managements genutzt werden.
Andere Parasiten, wie Lungenwürmer, Leberegel oder – bei den Kälbern – Kokzidien, können mitunter zu Problemen führen und sind im Management mit zu berücksichtigen.
- Wichtigste Arten:
- Link zu Monitoring/ Diagnostik
separat für Nutzungsrichtung oder für Rinder allgemein? - Link zu Nachhaltiges Management inkl. Behandlung
(Details zu allen Maßnahmen, die in der Milchviehhaltung genutzt werden können) oder auch nur Rinder gesamt?
Mutterkuhhaltung

Kälber aus Mutter- bzw. Ammenkuhhaltung haben bezüglich der Magen-Darm-Rundwürmer ein geringeres Erkrankungsrisiko als Jungrinder in der Milchviehhaltung. Grund dafür sind die geringe Besatzdichte und der "Staubsaugereffekt" der Mutterkühe. Diese nehmen einen großen Teil der Larven auf der Weide auf, scheiden aber aufgrund ihrer Immunität wenig Eier aus. Dadurch wird der Infektionsdruck der Weide vermindert. Kälber nehmen anfangs nur wenig Gras auf, kommen aber so schon in Kontakt mit den Parasiten und entwickeln nach und nach eine stabile Immunität. Für Sommer- oder Herbstkälber besteht jedoch noch bis ins zweite Jahr ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.
Regelmäßige Kotproben helfen, die Parasitenbelastung zu verfolgen und Handlungsbedarf zu erkennen. Gute Versorgung, geringe Besatzdichte, Abkalbungen im Frühjahr, ein gezieltes Monitoring und Weidemanagement ermöglichen gute Aufzuchterfolge bei minimalem Arzneimitteleinsatz.
Andere Parasiten, wie Lungenwürmer, Leberegel oder Bandwürmer können mitunter zu Problemen führen und sind mit zu berücksichtigen.
- Wichtigste Arten:
- Link zu Monitoring/ Diagnostik
separat für Nutzungsrichtung oder für Rinder allgemein? - Link zu Nachhaltiges Management inkl. Behandlung
(Details zu allen Maßnahmen, die in der Mutterkuhhaltung genutzt werden können) oder auch nur Rinder gesamt?
*Nachhaltiges Parasitenmanagement ist eine Methode, die das Wohl der Tiere sichert, die Entwicklung von Resistenzen bremst und gleichzeitig die Umwelt schützt. Der Parasitendruck auf die Herde wird eingedämmt, ohne übermäßig chemische Mittel einzusetzen. Ziel des Parasitenmanagements ist nicht die Wurmfreiheit, sondern ein für die Tiere tolerierbares Niveau.



