Diagnose der Parasitären Gastroenteritis (PGE)

PGE bei Jungrindern kann aufgrund des Vorberichtes und der klinischen Symptome festgestellt werden. Die Art der Beweidung, vorausgegangene Entwurmungen und das Auftreten von Durchfall und Kümmern in der zweiten Hälfte der Weidesaison geben eindeutige Hinweise. Haben viele Tiere gleichen Alters in einer Herde Durchfall, ist dies ebenfalls ein Hinweis.

Die Labor-Untersuchung des Kots von einem einzelnen Jungrind auf Wurmeier ist nicht sehr aussagekräftig für den Bestand, da die Anzahl der Eier pro Gramm Kot (EPG) beim Einzeltier meistens weder den Grad des Befalls noch die Schwere der Krankheitserscheinungen kennzeichnet. Wenige oder viele Eier zu finden, kann also das Gleiche bedeuten. Es werden deshalb immer mehrere Tiere in einer Sammelprobe zusammengefasst (Siehe Monitoring). Dies hat sich für die Abbildung des Infektionsgeschehens in einer Herde bewährt. Am Ende der Weidesaison unterdrücken die Würmer ihre Weiterentwicklung im Tier und überleben als hypobiotische Larven. Dieser Befall kann nicht detektiert werden, denn erst im folgenden Frühjahr werden diese Parasiten Eier ausscheiden.

Bis heute werden die Wurmeier im McMaster-Verfahren mühsam unter dem Mikroskop gezählt. Nachweisverfahren aus Blutproben sind noch nicht etabliert. Aus Tankmilch können Antikörper der Herde gegen den braunen Magenwurm bestimmt werden (Svanovir ® Ostertagia-ELISA). Zukünftig wird man vielleicht den genetischen Code des Parasiten oder die Antikörper gegen ihn routinemäßig direkt in der Kotprobe bestimmen können.