Glossar

A

Anthelminthika
verschreibungspflichtige Entwurmungsmittel

Anthelminthikaresistenz
ist die ererbte Widerstandskraft der Würmer gegen Entwurmungsmittel.

Antikörper
Damit sind hier Eiweiße in Körperflüssigkeiten gemeint, die nachweisen, dass eine Auseinandersetzung des Abwehrsystems vom Wirtsstier mit einem speziellen Parasiten statt gefunden hat. Man kann z.B. in der Milch Antikörper gegen Ostertagia ostertagi oder den großen Leberegel feststellen.

Aufguß
ist dasselbe wie Pour-on oder Spot-on. Auf die Haut (nicht ins Haarkleid !) entlang der Rückenlinie wird die entsprechende Menge aufgegossen. Die Tiere sind dabei fixiert, damit der Landwirt gut treffen kann und sich die Tiere hinterher nicht gegenseitig ablecken.

Aufstallungsentwurmung
Behandelt man verwurmte Muttertiere und die weibliche Nachzucht bei der Aufstallung mit einem Anthelminthikum, das auch die ruhenden (->hypobiotischen) Larven abtreibt, sind die Tiere den ganzen Winter über wurmfrei und scheiden auch im folgenden Frühjahr, rund um den Geburtstermin (->PPR) keine Eier aus. Eine Entwurmung zum Austrieb fällt weg.

Avermectine
Wirkstoffgruppe der langwirksamen Entwurmungsmittel, Makrozyklischen Laktone. Wirkstoffe in D zugelassen für Wiederkäuer sind: Doramectin, Eprinomectin und Ivermectin.

B

Bandwurm
Plattwurm, der im Darm lebt. Nicht Thema der Entscheidungsbäume.

Befallsstärke
Anzahl der Parasiten pro Wirt (hier auch "Wurmbürde")

Benzimidazole
Wirkstoffgruppe der kurzwirksamen Entwurmungsmittel; Wirkstoffe in D zugelassen für Wiederkäuer sind: z.B. Albendazol, Fenbendazol, Fenbantel, Oxfendazol.

Bolus
Ein Bolus ist eine Kapsel mit Wirkstoff, die über eine Schlundsonde eingegeben wird und im Vormagen verbleibt. Der Bolus gibt das Arzneimittel über einen längeren Zeitraum direkt in den Magen-Darm-Trakt ab. Wenn sich die Kapsel nicht auflöst, dürfen nur ein Bolus bzw. wenige Boli über die gesamte Lebenszeit gegeben werden (Tierarzt fragen).

D

Dunginsekten
Rund um den Dung lebt eine Gemeinschaft aus vielen Arten von Fliegen, Käfern und auch Würmern und Spinnentieren. Sie nutzen den Dung als Nahrungsquelle für sich und /oder ihre Nachkommen. Manche Arten leben im Dung. All diese kleinen Tiere dienen als Nahrung für größere Tiere, die wir dann wahrnehmen z.B. Kiebitze.

E

Eiausscheider
Tiere, die die Weide mit MDS-Eiern kontaminieren können. Dies sind insbesondere erstsömmrige, unbehandelte Jungtiere ab der 3. Woche nach Austrieb auf kontaminierte Flächen; zweitsömmrige Tiere sofort nach Austrieb; reinfizierte Tiere z.B. 3 Wochen nach Ablauf der Wirkdauer eines Entwurmungsmittels.

Entwurmungsmittel
Anthelminthika. Verschreibungspflichte Tierarzneimittel zur Bekämpfung von Wurminfektionen im Tier

EPG
Anzahl der Eier pro Gramm Frischkot, Maß für die Eiausscheidung eines Tieres oder einer Herde und Maß für die zukünftige ->Kontamination der Weide. Es ist wissenschaftlich unzulässig, einen Rückschluss auf die Anzahl der Würmer im Tier (->Wurmbürde) zu ziehen.

Erfolgskontrolle
10 bis 14 Tage nach der Entwurmung muss eine zweite (Sammel-) Kotprobe auf Wurmeier untersucht werden. Bei positivem Befund (MDS-Eier in der Probe) sollte beim nächsten Entwurmen die Wirkstoffklasse gewechselt werden. (auch: "Wirksamkeitskontrolle")

erstsömmrig
Jungtier, das noch keinen Weidegang hatte also im "ersten Sommer" auf der Weide steht und dort Gras aufnimmt. Auch im Spätsommer/Herbst geborene Kälber sind bei Austrieb im nächsten Frühjahr "erstsömmrig", wenn sie vor Beginn der Stallperiode noch kein Gras gefressen hatten.

F

FAMACHA ©
Die Röte der Lidbindehäute wird mit den Farbangaben auf der FAMACHA© -Karte verglichen. So kann eine Blutarmut herausgefunden werden. Die Farbskala reicht von Grad 1 (normal) bis Grad 5 (schwere Anämie). Ab Grad 3 wird eine Behandlung angeraten. Die Karte ist ursprünglich von der Universität Pretoria für Schafe in Südafrika entwickelt worden, wird aber dort auch bei Ziegen erfolgreich angewendet. Allerdings muss ca. alle 2 Wochen die gesamte Herde untersucht werden, um kranke Tiere rechtzeitig herauszufiltern.  Da durch die FAMACHA© -Karte nur Anämien erkannt werden können, ist sie nur zu Detektion von Hämonchus contortus geeignet. Für alle anderen MDS ist sie kein Indikator.

Die Original-Karte ist erhältlich, wenn man einen online-Kurs (englisch) absolviert hat  
http://web.uri.edu/sheepngoat/famacha/

G

gering kontaminierte Weide
Im Vorjahr beweidet und kontaminiert, aber nach dem Winter und vor erneuter Beweidung kurz gemäht und Silage abgefahren (nicht gemulcht!).

H

Hämonchose
Erkrankung (Blutarmut, Konditionsverlust) bedingt durch den roten Labmagenwurm Hämonchus contortus

hypobiotische (= inhibierte) Stadien
Am Ende der Weidesaison stoppen bestimmte MDS die Weiterentwicklung im Wirtstier und gehen in ein Ruhestadium über. Zum Ende des Winters setzen sie dann ihre Entwicklung fort und können sofort mit Weidebeginn schon MDS-Eier produzieren, so dass die Weiden sofort nach Austrieb kontaminiert werden.

I

Immunität
ist die erworbene Widerstandskraft eines Wirtes gegen einen Parasiten (spezifische Abwehrmechanismen). Diese Abwehr muss das Tier selbst entwickeln. Durch direkten Kontakt der Larven und geschlechtsreifen Würmer mit den Schleimhäuten im Darm, Lunge usw. rufen sie beim Wirtstier eine Abwehrreaktion hervor. Bei sehr jungen Tieren ist diese Abwehrreaktion noch schwach. Ab 6. Lebensmonat kann die Immunitätsbildung beginnen, wenn das Rind ausreichend Kontakt zu Würmern hat. Dazu ist eine gewisse Befallsstärke notwendig, dann wird die Immunität belastbar und das Tier erkrankt nicht mehr. Wenn die Tiere keinen oder nur sehr geringen Kontakt zu MDS erhalten (z.B. bei Bolus- oder wiederholter Langzeitbehandlung und gering kontaminierter Weide) bilden sie geringe Abwehrkräfte und sind auch in der zweiten Weidesaison empfänglich für Würmer wie ein erstsömmriges Jungtier. Bei Ziegen sind auch die erwachsenen Tiere schlechte Abwehrbildner. Und außerdem gibt es individuelle Unterschiede. In Schaf- oder Ziegenherden gibt es immer Einzeltiere, die massenhaft Eier ausscheiden - das findet man nur heraus, wenn Einzeltierkotproben untersucht werden.

Infektiöse Larve
Wartestadium auf der Weide (L3). Ist bis zu 12 Monate lebensfähig. Hieran steckt sich das Wirtstier an.

inhibierte (= hypobiotische) Stadien
Am Ende der Weidesaison stoppen bestimmte MDS die Weiterentwicklung im Wirtstier und gehen in ein Ruhestadium über. Zum Ende des Winters setzen sie dann ihre Entwicklung fort und können sofort mit Weidebeginn schon MDS-Eier produzieren, so dass die Weiden sofort nach Austrieb kontaminiert werden.

Inzidenz
Anteil (%) neuerkrankter Tiere einer Gruppe in einem festen Zeitraum (z.B. pro Jahr)

J

Jungrind
Rind ab 7. Lebensmonat bis 12.- 14. Lebensmonat

K

KA
Kurzzeitanthelminthikum, wirkt nur einige Tage. Das Tier ist sofort danach wieder empfänglich für eine Reinfektion mit MDS. (Siehe Karteikarte: "Behandlung/Wirkstoffe")

Kalb
Rind bis Ende 6. Lebensmonat

Kitze
Ziegen im Alter von 1 bis 12 Monaten

Kontamination der Weide
Verschmutzung der Weide mit infektiösen Larven = Infektiosität der Weide. Auf dieser Webseite ist damit die Menge der infektiösen Larven auf der Weide gemeint.

Kotprobe
frischer Kot zur Untersuchung auf die Anzahl von MDS-Eiern im Kot

Kotuntersuchung
Untersuchung auf die Anzahl von MDS-Eiern im Kot (Details Siehe Karteikarte: "Monitoring").

L

L3
Infektiöse Larve = Wartestadium auf der Weide, L3 von MDS ist bis zu 12 Monate lebensfähig. Hieran steckt sich das Wirtstier an.

LA
Langzeitanthelminthikum. Langwirksames Entwurmungsmittel. (Siehe Karteikarte: "Behandlung/Wirkstoffe")

Lämmer
Schafe im Alter von 1 bis 12 Monaten

Leberegel
Plattwurm, der in den Gallengängen lebt. Nicht Thema dieses Entscheidungsbaumes

Levamisole
Wirkstoff von kurzwirksamem Entwurmungsmittel

Long-Acting-Präparate
Diese Medikamente haben eine Depotwirkung, werden z.B. unter die Haut am Ohr gespritzt. Ein in D zugelassenes Präparat soll bis zu 120 Tage lang eine Reinfektion mit MDS verhindern.

M

Makrozyklische Laktone
umfasst die Wirkstoffgruppe der Avermectine mit Doramectin, Eprinomectin und Ivermectin und den Wirkstoff Moxidectin.

McMaster-Verfahren
Verfahren zum Zählen der Wurmeier in einer Kotprobe. Der Kot wird dazu stark verdünnt, sodass ein gezähltes Ei entweder 33 oder 50 Eiern im Frischkot entspricht. Siehe PDF.

MDS
Magen-Darm-Strongyliden. Das sind Magen-Darm-Würmer mit rundem Querschnitt (z.B. Ostertagia oder roter Magenwurm beim Schaf). Aber nicht Spulwürmer! Leberegel und Bandwürmer gehören ebenfalls nicht zu den MDS.

Monitoring
geplante Kotuntersuchung und Check des Allgemeinbefindens der Tiere.

Moxidectin
Wirkstoff eines langwirksamen Entwurmungsmittels, gehört zu den Makrozyklischen Laktonen.

N

Nachmahdfläche
Weidefläche nach Abtransport des Schnittgutes (kein Mulchen!)

O

Ökobetrieb, Ökolandbau
Die Regeln des ökologischen Anbaus untersagen präventive Behandlungen, so dass der Nachweis für einen Befall mit Parasiten (z.B. eine positive Kotuntersuchung) vor einem Anthelminthikumeinsatz vorliegen sollte. Ist bekannt, dass ein Betrieb epidemiologisch belastet ist, kann dies unterbleiben. Es sollen möglichst wenige Medikamente eingesetzt werden.

P

Parasitose
lang andauernder Befall durch Parasiten

PGE
Parasitäre-Gastro-Enteritis; Schwerer Durchfall und Folgeerscheinungen auf Grund von Befall mit Magen-Darm-Würmern

Pour-on
ist dasselbe wie Aufguß oder Spot-on. Auf die Haut (nicht ins Haarkleid !) entlang der Rückenlinie wird die entsprechende Menge des Medikamentes aufgegossen. Die Tiere sind dabei fixiert, damit der Landwirt gut treffen kann und bleiben im Fressgitter bis das Mittel eingezogen ist, damit sich die Tiere nicht gegenseitig ablecken.

PPR
Peri Parturient Rise = vermutlich hormonell bedingter Anstieg der MDS-Eiausscheidung beim Muttertier (Schafe und Ziegen) rund um den Geburtstermin und einige Wochen danach.

Präpatenz
Dauer (in Tagen) von der Infektion im Wirtstier bis zum nachweisbaren Ausscheiden von MDS- Eiern oder Lungenwurmlarven mit dem Kot. Frühestens nach 2 - 3 Wochen beginnen vorher wurmfreie Tiere damit, MDS-Eier auszuscheiden, wenn sie auf kontaminierten Flächen grasen.

Prävalenz
Anteil (%) erkrankter (oder infizierter) Tiere in einer Gruppe zu einem Stichtag.

Prävention, Prophylaxe
vorbeugende Maßnahmen

Probennahme
Hier ist damit die Kotprobennahme gemeint. Siehe Karteikarte "Monitoring"

Pyrethroide
synthetisch hergestellte Insektizide zur äußerlichen Anwendung. Oft als Pour-on-Präparat angeboten. Haben sehr schädliche Wirkungen auch auf Nicht-Ziel-Organismen.

Q

Quarantäne
Vor dem Einfügen eines jeden Zukauftieres in die Herde ist eine Quarantäne im Stall einzuhalten, um das Einschleppen von anthelminthikaresistenten Würmern in den Betrieb zu verhindern. Es muss eine wirksame Entwurmung erfolgen und deren Erfolg muss auf jeden Fall kontrolliert werden (Siehe Wirkamkeitskontrolle). Eventuell muss die Entwurmung mit einem anderen Wirkstoff wiederholt werden und danach ebenfalls dessen Wirksamkeit kontrolliert werden. Erst wenn keine Eier mehr ausgeschieden werden, können die neuen Tiere auf die Weideflächen. Der Stallmist darf nicht auf Weideflächen gelangen. Werden Tiere während der Winterzeit zugekauft, könnte die Hypobiose mancher Würmer die Ergebnisse verzerren. Bitte fragen Sie Ihren Tierarzt.

R

Reinfektion
erneute Infektion mit Larven

Resistenz
Zunächst ist die genetisch bedingte Widerstandskraft eines Parasiten z.B. gegen ein Anthelminthikum gemeint. Die Resistenz wird an die Wurm-Nachkommen vererbt. Wenn die resistenten Würmer einen Vorteil bei ihrer Vermehrung gegenüber den empfindlichen Parasiten haben (das ist z.B. der Fall, wenn alle Schafe auf einer Weide gleichzeitig entwurmt werden), steigt der resistente Anteil an der Wurmpopulation schnell an.

Und dann gibt es noch Resistenz bei den Nutztieren. Bestimmte Schaf/Ziegen-Rassen haben trotz hoher Wurmbelastung keine Krankheitserscheinungen und eine geringe Eiausscheidung. Sie sind resistent gegen Würmer. Allerdings sind ihre Leistungen (Wolle Fleisch) oft nicht ausreichend. Trotzdem gibt es australische Bocklinien, die diese Resistenz vererben.

Resilienz
ist die ererbte Fähigkeit eines Tieres mit Wurmbelastung umzugehen. Die Eiausscheidung bleibt aber hoch. Einheimische Rassen haben häufig eine höhere Resilienz gegen Würmer, allerdings sind damit auch Leistungseinbußen verbunden.

S

sichere Weide
Es waren die letzten 12 Monate keine Tiere auf der Weide, die MDS-Eier ausgeschieden haben, also eine Weide auf der keine infektiösen Larven vorhanden sind. Dies können sein:

  • Weide auf der im Vorjahr und diesem Jahr keine ->Eiausscheider grasten
  • Frisch eingesäte Weide
  • Reine Ackerflächen.

"Relativ sicher" sind Weiden ab dem 1. Juni, auf der in diesem Jahr noch keine Tiere waren. Ab dem ersten Juni kann man davon ausgehen, dass überwinterte Larven aus dem Vorjahr ihre Energiereserven aufgebraucht haben und sie demzufolge zum größten Teil abgestorben sind. Am besten ist die Weide vor dem Austrieb noch zu mähen, um die Anzahl der verbliebenen Larven aus dem Vorjahr zu reduzieren."

stark kontaminierte Weide
Zuvor waren Jungtiere, die viele MDS Eier ausscheiden, auf dieser Fläche. Das gilt auch für das Vorjahr.

strategische Bekämpfung
planmäßige Bekämpfung auf Grund der Entwicklungszyklen der Parasiten (also ohne sichtbaren Krankheitssymptome beim Wirtstier)

T

Targeted selective Treatment (TST)
Ist das gezielte selektive Behandeln von Einzeltieren nach bestimmten Selektionskriterien. Dies könnten sein: z.B. die Entwicklung der Gewichtszunahme bei Jungtieren, die individuelle Eiausscheidung bzw. Durchfall oder als Hinweis auf einen Befall mit Hämonchus contortus die Farbe der Lidbindehäute bei Schaf und Ziege (FAMACHA ©).

Targeted Treatment (TT)
Hierbei werden Gruppen von Tieren in einer Herde nach bestimmten Kriterien (wie Sammelkotproben bei Rind, Schaf und Ziege oder Pepsinogengehalt im Blut oder Ostertagia-Antikörper in der Tankmilch beim Rind) gezielt entwurmt. Der Behandlungszeitpunkt der Gruppe hängt dann z.B. von Dauer der Standzeit auf einer Weide, der Jahreszeit, dem Alter der Tiere usw. ab. Die Entscheidungsbäume beruhen auf diesem Prinzip.

U

unsichere Weide
Weide, auf der in diesem Jahr oder im Vorjahr Tiere grasten, die MDS-Eier ausgeschieden haben. (->gering oder ->stark kontaminierte Weide)

W

Weide / Weidegang / Weideland
Im Rahmen des Entscheidungsbaumes ist damit jeder Zugang zu Grünflächen gemeint, von denen Gras aufgenommen wird. Neben der klassischen "Weide" sind "Grünauslauf" oder "Freigelände mit Gras" ebenso gemeint, wie alle "Flächen zum Anweiden" der Tiere.

Weidekontamination
Siehe -> Kontamination

Wirkdauer eines Entwurmungsmittels
"Schutz" vor Reinfektion, wird vom Hersteller des Entwurmungsmittels angegeben, bezieht sich in der Regel auf eine bestimmte Parasitenart.

Wirksamkeit
Reduktion der Befallsstärke bzw. der Eiausscheidung im Vergleich zur unbehandelten Kontrollgruppe (in %) . (Entspricht auch dem Anteil parasitenfreier Tiere nach Behandlung).

Wirksamkeitskontrolle
Bedingt durch die weit verbreitete Verringerung der Wirksamkeit verschiedener Entwurmungsmittel (sogenannte "Anthelminthikaresistenz") ist es sinnvoll geworden, 10-14 Tage nach einer Entwurmung erneut die Eiausscheidung zu kontrollieren ("Erfolgskontrolle"). Genau genommen ist diese Frist, abhängig vom Wirkstoff mit dem behandelt wurde, unterschiedlich festgelegt:

  • bei Levamisol nach 3 bis 7 Tagen
  • bei Benzimidazolen nach 8 bis 10 Tagen
  • bei Makrozyklischen Laktonen nach 14 bis maximal 17 Tagen. 

Wurmbürde
Anzahl der Parasiten pro Wirt

Z

Zoonose
Infektionskrankheit hervorgerufen durch Erreger, die sowohl das Tier als auch den Menschen infizieren.

zweitsömmrig
Tiere, die im Vorjahr bereits Weidegang hatten also im "zweiten Sommer" auf der Weide stehen.